Sich während des Trainings schlapp zu fühlen, kann echt frustrierend sein. Man startet mit Power, aber die Energie lässt schnell nach, die Konzentration sinkt, und das Ende der Einheit wird zur Qual. Das passiert sowohl Anfängern als auch erfahrenen Sportlern. Oft liegt es einfach an der Ausdauer. Wenn die Basis fehlt, wird der Körper schneller müde und die Leistung nimmt ab.
Ausdauer aufzubauen braucht Zeit, aber es gehört zu den lohnendsten Teilen des Trainings. Mehr Durchhaltevermögen hilft bei fast jeder körperlichen Aktivität. Ob du für ein Rennen trainierst, lange Arbeitstage meisterst oder dich einfach fitter fühlen willst – mit besserer Ausdauer kommst du weiter und das mit weniger Anstrengung.
Zu verstehen, was Ausdauer eigentlich bedeutet, ist der erste Schritt. Danach sorgen regelmäßiges Training, gute Erholung und kluge Entscheidungen bei Ernährung und Schlaf für Fortschritte.
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Arten von Ausdauer
Ausdauer beschreibt, wie gut dein Körper mit anhaltender körperlicher Belastung klarkommt – egal ob du lange läufst, Gewichte stemmst oder einfach einen ganzen Tag aktiv bleibst, ohne schlappzumachen. Sie beeinflusst, wie lange du durchhältst, wie schnell du dich erholst und wie konstant sich deine Energie von Anfang bis Ende anfühlt.
Es gibt zwei Hauptarten von Ausdauer: die kardiovaskuläre und die muskuläre. Beide sind wichtig für Leistung, Erholung und dafür, wie lange du dich anstrengen kannst, ohne an Kraft oder Konzentration zu verlieren. Wenn du den Unterschied kennst, kannst du gezielter trainieren und besser einschätzen, was dein Körper gerade braucht.
Kardiovaskuläre Ausdauer
Kardiovaskuläre Ausdauer beschreibt die Fähigkeit, über längere Zeit körperlich aktiv zu sein, während Herz und Lunge den Muskeln ausreichend Sauerstoff liefern. Typische Sportarten, bei denen das eine Rolle spielt, sind Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Rudern. Je besser dein Herz-Kreislauf-System funktioniert, desto länger kannst du aktiv bleiben, ohne aus der Puste zu kommen oder dich erschöpft zu fühlen.
Wie man kardiovaskuläre Ausdauer misst
Es gibt zwei gängige Methoden, um die kardiovaskuläre Ausdauer zu testen. Die erste ist der 1,5-Meilen-Lauftest. Dabei geht es darum, 1,5 Meilen (rund 2,4 km) so schnell wie möglich zurückzulegen. Die Zeit, die du dafür brauchst, zeigt dir, wie effizient Herz und Lunge bei anhaltender Belastung arbeiten. Je schneller du bist, desto besser ist deine Ausdauer. Der Test ist einfach und erfordert nur eine Stoppuhr und eine Möglichkeit, die Strecke zu messen, zum Beispiel eine Laufbahn oder eine GPS-App.
Eine andere Möglichkeit ist der 12-Minuten-Lauf, auch bekannt als Cooper-Test. Hier geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um die zurückgelegte Distanz in einer festen Zeit. Du läufst 12 Minuten lang durch, ohne Pause, und versuchst, so weit wie möglich zu kommen. Am Ende misst du die Strecke. Dieser Test ist gut geeignet, um Fortschritte über längere Zeit zu beobachten und zeigt, wie dein Körper mit durchgehender Belastung umgeht.
Viel aussagen kann auch die Erholung deiner Herzfrequenz. Direkt nach dem Training misst du deinen Puls und dann nochmal eine Minute später. Wenn dein Puls schnell sinkt, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass dein Herz-Kreislauf-System gut erholt. Bleibt der Puls länger hoch, kann das bedeuten, dass du noch an deiner Ausdauer arbeiten solltest.
Muskuläre Ausdauer
Muskuläre Ausdauer beschreibt die Fähigkeit einer bestimmten Muskelgruppe, über längere Zeit wiederholte Bewegungen auszuführen, ohne zu ermüden. Sie ist wichtig beim Krafttraining, Klettern, Zirkeltraining oder jeder Aktivität, bei der dieselben Muskeln dauerhaft gefordert werden. Gute muskuläre Ausdauer hilft dir, bei längeren Sätzen die Technik zu halten und beugt frühzeitiger Erschöpfung vor – das kann auch das Verletzungsrisiko senken.
Wie man muskuläre Ausdauer misst
Muskuläre Ausdauer lässt sich ganz einfach mit Übungen mit dem eigenen Körpergewicht testen. Eine Möglichkeit ist, zu zählen, wie viele Liegestütze, Sit-ups oder Kniebeugen du in einer Minute schaffst. Diese Bewegungen zeigen, wie gut du bei Wiederholungen durchhältst. Eine andere Variante ist, eine statische Position wie den Plank oder die Wand-Sitzposition so lange wie möglich zu halten. Die Dauer zeigt, wie lange die Muskeln Spannung halten können, ohne aufzugeben. Diese Tests sind leicht zu wiederholen und eignen sich gut, um Fortschritte im Blick zu behalten.
Vorteile von Ausdauer
Sich ständig müde zu fühlen, selbst bei alltäglichen Aufgaben, ist oft ein Zeichen dafür, dass der Körper Schwierigkeiten hat, mitzuhalten. Ohne eine gute Ausdauer wirken selbst einfache Dinge anstrengender als nötig. Das betrifft nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern auch Konzentration und Leistungsfähigkeit. Wer an seiner Ausdauer arbeitet, profitiert langfristig – körperlich und mental. Man fühlt sich während der Aktivität besser, erholt sich schneller danach und bleibt insgesamt belastbarer.
• Bessere Ausdauer hilft dir, körperliche Aufgaben mit weniger Anstrengung und Erschöpfung zu bewältigen.
• Mehr Durchhaltevermögen erleichtert den Alltag, z. B. längeres Gehen oder langes Stehen.
• Stärkere Ausdauer führt zu schnellerer Erholung nach Belastung und unterstützt eine regelmäßige Trainingsroutine.
• Ausdauertraining verbessert die mentale Konzentration und sorgt für gleichmäßigere Energie über den Tag.
• Kardiovaskuläre Ausdauer verbessert die Sauerstoffnutzung des Körpers bei Bewegung.
• Regelmäßiges Ausdauertraining trägt zu niedrigerem Blutdruck und besserer Durchblutung bei.
• Gute Ausdauer unterstützt die Regulierung des Blutzuckers und hilft beim langfristigen Gewichtsmanagement.
• Langfristiges Ausdauertraining senkt das Risiko für chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes.
• Eine gut entwickelte Ausdauerbasis stärkt die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten, körperlichen Stress und hilft bei der Erholung nach Verletzungen.
Wichtige Strategien, um die Ausdauer zu verbessern

Ausdauer aufzubauen braucht regelmäßigen Einsatz und einen klaren Plan. Die gute Nachricht ist, dass Fortschritte mit Beständigkeit und der Bereitschaft kommen, sich in machbaren Schritten herauszufordern.
Mit einer soliden Basis starten
Beginne mit Einheiten in niedriger bis mittlerer Intensität, besonders wenn du neu im Training bist oder nach einer Pause zurückkommst. Gehen, Radfahren oder leichtes Joggen für 20 bis 30 Minuten sind ein guter Anfang. Ziel ist es, Beständigkeit aufzubauen und die Fähigkeit für längere Belastungen zu entwickeln, ohne übermäßige Erschöpfung zu verursachen.
Im richtigen Tempo trainieren
Das Tempo des Trainings beeinflusst, wie dein Körper sich anpasst. Um sinnvolle Fortschritte zu machen, hilft es, in einem bestimmten Anstrengungsbereich zu arbeiten. Eine Möglichkeit ist, deine Herzfrequenz zu überwachen. Eine allgemeine Formel ist: 220 minus dein Alter, dann mal 0,6 bis 0,8, um eine moderate Trainingszone zu schätzen. In diesem Bereich zu trainieren unterstützt Fortschritte und verringert unnötige Belastung.
Intervalle und HIIT nutzen
Intervalltraining wechselt zwischen Belastung und Erholung. Eine gängige Methode ist, eine Minute zu joggen und dann zwei Minuten zu gehen – diesen Ablauf wiederholt man mehrmals. Dieses Format hilft, die aerobe Kapazität, das Tempo und die mentale Ausdauer zu verbessern. Mit mehr Erfahrung kann auch hochintensives Intervalltraining (HIIT) eingebaut werden, bei dem kurze, intensive Belastungen auf kurze Pausen folgen. Sprint-Intervalltraining (SIT) ist eine fortgeschrittene Variante mit fast maximaler Anstrengung über 10 bis 30 Sekunden, gefolgt von längeren Erholungsphasen.
Das SAID-Prinzip beachten
SAID steht für „Specific Adaptation to Imposed Demands“. Dein Körper passt sich genau an die Belastungen an, denen du ihn regelmäßig aussetzt. Wer oft läuft, wird besser im Laufen, und wer Kraftzirkel trainiert, verbessert die muskuläre Ausdauer. Wenn dein Training zum Ziel passt, erzielst du bessere Ergebnisse.
Krafttraining einbauen
Krafttraining macht Bewegungsabläufe effizienter und unterstützt die muskuläre Ausdauer. Es kann auch helfen, Ermüdung und eine schlechte Technik bei längeren Einheiten zu vermeiden. Zwei bis drei Einheiten pro Woche sind ein guter Richtwert, mit Übungen wie Kniebeugen, Ausfallschritten, Liegestützen und Ruderbewegungen mit Widerstand. Diese Übungen fördern Kontrolle und reduzieren den Muskelabbau bei Ausdauerbelastung.
Abwechslung ins Training bringen
Wenn du die Art der Ausdauerbelastung im Laufe der Woche variierst, unterstützt das die Erholung und verringert das Risiko von Überlastungsverletzungen. Zum Beispiel: Wenn du zwischen Laufen, Rudern und Radfahren wechselst, baust du eine allgemeine Ausdauer auf und gibst bestimmten Muskelgruppen zwischendurch eine Pause. Diese Methode hilft außerdem dabei, das Training langfristig interessant zu halten.
Empfohlene Richtwerte einhalten
Zum Einstieg solltest du mindestens 150 Minuten moderates Ausdauertraining pro Woche einplanen. Das könnten fünf Einheiten à 30 Minuten sein, oder eine andere Kombination, je nachdem, wie es in deinen Alltag passt. Intensivere Belastungen können insgesamt weniger Zeit in Anspruch nehmen, sollten aber mit ausreichend Erholung kombiniert werden.
Den Körper richtig versorgen
Ausdauertraining braucht eine konstante Energiezufuhr, und die beginnt mit regelmäßigem Essen. Mahlzeiten mit natürlichen Lebensmitteln helfen dem Körper, während des Trainings durchzuhalten und sich danach zu erholen. Kohlenhydrate liefern Energie für längere Einheiten, Eiweiß unterstützt die Muskelreparatur. Regelmäßiges Essen über den Tag verteilt hilft, die Energie stabil zu halten und frühzeitige Ermüdung beim Training zu vermeiden.
Auch ausreichend trinken ist wichtig für die Leistung. Wasser vor und nach dem Training unterstützt den Kreislauf und die Temperaturregulierung. Bei längeren oder intensiveren Einheiten ist es noch wichtiger, verlorene Flüssigkeit auszugleichen. Eine ausgewogene Ernährung und genug Flüssigkeit geben dem Körper, was er braucht, um wiederholte Anstrengung über längere Zeit durchzuhalten.
Erholung und Schlaf nicht vernachlässigen
Erholung gehört zum Training dazu. Körperliche Fortschritte hängen davon ab, was zwischen den Einheiten passiert, nicht nur währenddessen. Pausen helfen dem Körper, Muskelgewebe zu reparieren, Energiereserven aufzufüllen und sich auf die nächste Belastung vorzubereiten. Wenn du in deiner Woche Ruhetage einplanst, gibst du Muskeln und Nervensystem die nötige Zeit zur Erholung und verringerst die Belastung, die sich durch wiederholte Anstrengung aufbaut.
Schlaf spielt dabei eine zentrale Rolle. Während du schläfst, schüttet der Körper Hormone aus, die bei der Gewebereparatur, dem Energiehaushalt und der Konzentration helfen. Die meisten Menschen profitieren von sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht, besonders bei regelmäßigem Training. Ohne ausreichend Ruhe verlangsamt sich die Erholung und das Verletzungsrisiko steigt. Mit der Zeit kann das zu Müdigkeit, geringerer Leistungsfähigkeit und Problemen führen, eine konstante Trainingsroutine beizubehalten.
Fortschritte festhalten und Geduld behalten
Ausdauer entwickelt sich nach und nach. Manchmal sieht man nicht sofort Ergebnisse, aber regelmäßiges Festhalten der Fortschritte hilft, konzentriert zu bleiben und Verbesserungen zu erkennen. Eigene Daten zu beobachten gibt dem Training Struktur und unterstützt kleine, stetige Fortschritte.
• Halte einfache Werte fest wie Gesamttrainingszeit, Strecke und subjektive Anstrengung (RPE). Diese zeigen dir praktisch, wie intensiv du trainierst und wie lange du die Belastung durchhältst.
• Schreib nach jeder Einheit kurz auf, wie du dich gefühlt hast, welches Tempo du gehalten hast und ob es Anzeichen von Müdigkeit oder Fortschritt gab. So lassen sich Muster erkennen, die im Moment vielleicht nicht auffallen.
• Sieh dir dein Trainingstagebuch alle paar Wochen an. Achte auf allmähliche Steigerungen bei Zeit, Intensität oder Leichtigkeit. Schon kleine Verbesserungen beim Gefühl oder der Dauer zeigen oft echten Fortschritt.
• Nutze deine Notizen, um deinen Plan anzupassen. Wenn es nicht mehr vorangeht, kann es sinnvoll sein, das Tempo zu ändern, mehr Erholung einzubauen oder andere Einheiten auszuprobieren. Durch das Nachverfolgen triffst du solche Entscheidungen gezielter.
Mit einem Personal Trainer bei Austin Fitness arbeiten
Ein klar strukturierter Trainingsplan hilft besonders dann, wenn der Fortschritt stagniert oder das Training unregelmäßig wird. Ein qualifizierter Trainer kann einschätzen, wo du gerade stehst, erkennen, was dich bremst, und deinen Plan so anpassen, dass er zu deinen Zielen, deinem Alltag und deiner bisherigen Trainingserfahrung passt.
Bei Austin Fitness begleiten wir Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen. Ob du eine alte Verletzung berücksichtigen musst, dich auf ein Event vorbereitest oder nicht weißt, wie du eine passende Routine entwickelst – Unterstützung von außen kann dir helfen, mit mehr Klarheit weiterzukommen. Kontaktiere uns noch heute, um dein kostenloses Probetraining zu vereinbaren!
Häufig gestellte Fragen
Was sind Übungen für die kardiovaskuläre Ausdauer?
Aktivitäten wie Laufen, Radfahren, Schwimmen, Rudern, zügiges Gehen und Seilspringen fördern die kardiovaskuläre Ausdauer.
Was ist der schnellste Weg, um Ausdauer aufzubauen?
Eine Mischung aus gleichmäßigem Training, Intervallen, Krafttraining und guter Erholung bringt den besten Fortschritt.
Wie kann ich meine Ausdauer steigern?
Regelmäßig trainieren, gut essen, ausreichend trinken, genug schlafen und die Belastung schrittweise erhöhen.
Welche Übungen verbessern die Ausdauer?
Ausdauertraining, Ganzkörper-Kraftzirkel und funktionelle Bewegungen wie Kniebeugen, Ausfallschritte und Kettlebell-Swings tragen zur Verbesserung bei.
Was steigert die Ausdauer am meisten?
Regelmäßiges Training, ausgewogene Ernährung, gezielte Erholung und ein Programm mit Cardio- und Kraftanteilen.
Woran merke ich, dass meine Ausdauer besser wird?
Du kannst länger trainieren, ohne müde zu werden, erholst dich schneller oder spürst, dass dir ein Training leichter fällt. Ein Trainingstagebuch hilft, diese Fortschritte zu erkennen.
Ist Ausdauer dasselbe wie Kondition?
Im Training werden die Begriffe oft gleich verwendet. Ausdauer beschreibt meist, wie lange du eine Leistung halten kannst, während Kondition manchmal das Durchhalten bei Belastung meint. Beides verbessert sich durch regelmäßiges Training.
Wie lange dauert es, bis sich die Ausdauer verbessert?
Mit regelmäßigem Training merken die meisten nach 3 bis 6 Wochen erste Fortschritte. Der Zeitraum hängt vom Ausgangspunkt, dem Trainingstyp und der Erholung ab.
Kann Krafttraining die Ausdauer verbessern?
Ja. Auch wenn es nicht klassisch als Ausdauertraining gilt, verbessert Krafttraining die Muskelarbeit, verzögert Ermüdung und hilft bei der Haltung. Besonders effektiv sind Übungen mit vielen Wiederholungen.
Muss ich morgens trainieren, um Ausdauer aufzubauen?
Nein. Es gibt keine feste Uhrzeit. Die beste Zeit ist die, zu der du regelmäßig trainieren kannst. Manche sind morgens fitter, andere später am Tag.
Was sollte ich vor einem Ausdauertraining essen?
Ein kleiner Snack mit Kohlenhydraten und etwas Eiweiß etwa 1 bis 2 Stunden vor dem Training eignet sich gut. Zum Beispiel eine Banane mit Erdnussbutter, Joghurt mit Obst oder Toast mit Ei.
Zählt Gehen als Ausdauertraining?
Ja, vor allem für Anfänger oder nach Verletzungen. Zügiges Gehen über längere Zeit fördert die Ausdauer und kann durch mehr Strecke, Zeit oder Steigung gesteigert werden.
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